Projektkoordination in bewährten Händen


Zum 100-jährigen Jubiläum der Gummiwerke Fulda hatte sich der Reifenhersteller einen Truck der Superlative bauen lassen. Der Entwurf ist eine preisgekrönte Arbeit, hervorgegangen aus einem Wettbewerb an der FH Pforzheim für Gestaltung Technik und Wirtschaft. In der Jury saß auch Stefan Georg Becker von pcp (project-creative-part), das Brainstorming-Center von Becker-Design, Nieder-Olm. Spezial-Projekte wie eben die Realisierung dieses Showtrucks der Superlative sind typisch für Stefan Georg Becker. Becker, der auch dem Vorgänger dieses Trucks das unverwechselbare Fulda-Design verliehen hat, brachte von Anfang an viele Ideen ein. So entstand in Nieder-Olm zunächst ein 1:1-Modell der Zugmaschine. Eine wichtige Phase in Hinblick auf die Umsetzung nach den Bestimmungen der Straßen-Verkehrs-Zulassungs-Ordnung.


Stefan Georg Becker "Vater" des Projektes


Als "Vater" des Projektes hatte sich der kreative Unternehmer aus Nieder-Olm, dessen "b" besonders im Motorsport international bekannt ist, Partner und Subunternehmen, die er aus jahrelanger Zusammenarbeit bei verschiedenen Show- und Sonderfahrzeugen bestens kennt, ausgewählt.


Realisierung in kürzester Zeit


In nur zwei Jahren sollte der futuristische Truck mit einem zylindrischen Drehgelenk zwischen Zugmaschine und dem Trailer und einer sich fächerartig öffnenden Bühne zu seinen ersten Promotion-Terminen rollen. Das Auffächern der Bühne - die beiden Trailerhälften werden von zwei 40 PS-Generatoren geöffnet - ist eine technische Meisterleistung.


Gewaltige Kommunikations-Plattform


Die 50 Quadratmeter große Action-Fläche mit modernster Licht- und Beschallungstechnik, zentral vom Zylinder und den Auslegerhecks steuerbar, besitzt ein mobiles Dachsystem für Open-Air-Einsätze. Das am Heck auf 14 Meter aus-schwenkbare System wiegt 24.180 Kilo. Die Bühnen Tragfähigkeit (500 Kilo pro Quadratmeter) hält sogar "elefantösen" Auftritten stand.


Rundum avantgardistisch


Aber auch Exterieur und Interieur der von einem 510 PS MAN-Euro-3-Motor angetriebenen Zugmaschine des Super-Trucks fielen avantgardistisch
aus. Der Drei-Achser mit dem aerodynamischen Sonderaufbau besitzt ein Spezial-Fahrgestell von dem österreichischen Schwer-Zugmaschinenbauer MAN/ÖAF.


High-Tech bis ins Detail


Der hydraulische Kippmechanismus des Führerhauses, die über Sensortasten steuerbaren elektronischen Schwingtüren, der Fahrereinstieg über vier pneumatisch ausfahrbare Trittbretter aus Aluminium und die nicht minder aufwendig gestalteten sonstigen Zugänge und Klappen, hatten sauber funktionierende Lösungen erfordert - eine Arbeit für Könner.


Die Praxis vor Augen


Viele praktische Tests, immer in enger Kooperation mit TÜV-Ingenieuren, wurden schon am Modell durchgeführt, um zu einem sinnvollen Kompromiss zwischen Design und technischen Erfordernissen zu gelangen. So wurde die Schrägung der Windschutzscheibe frühzeitig verändert, um die Sicht zu verbessern. Gag und außerdem sehr nützlich bis 20 km/h ist die Frontkamera im "A" von MAN. Mit Einlegen des Rückwärtsganges schaltet sich automatisch eine funk-gesteuerte Heckkamera ein. Auch für die "Einrichtung" des Führerhauses hatte Becker absolute Spezialisten verpflichtet: TV/Video, Satellitennavigation, Mobiltelefon mit Freisprecheinrichtung und CB-Funk zählen hier zu Selbstverständlichkeiten wie eine Klimaautomatik, Waschbecken aus Edelstahl, Kaffeemaschine und Kühlbox in der Frontkonsole und komfortable Klappbetten. Ob Heckleuchten für die Zugmaschine oder Rückspiegel aus dem Reisebusbereich, Stefan Georg Becker holte dort ,wo eine Eigenentwicklung zu teuer und nicht sinnvoll gewesen wäre, Accessoires, die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügten. Aus Italien kommen die Leichtmetallräder Speedline SL in Diamantausführung) für den Truck, den Fulda mit seinen Spezial-Lkw-Reifen Variotonn und Multitonn Super bestückt hat.


Finish von Becker-Design-Spezialisten


Becker-Design unterstrich den starken Auftritt dieses Gefährtes. Mit dem Airbrush und feinem Pinsel wurde ebenso "gezaubert" wie bei der Beklebung mit Folien von 3M. Besondere Anforderungen stellten sich an den Lackaufbau. Dazu erarbeiteten Spezialisten des Wuppertaler Lack herstellers Standox eine besondere Empfehlung für den Basislack ("Real Black") und die Klar-Lackschichten. Das Ergebnis besticht durch exzel lente Farbgebung und vermittelt dem Betrachter den Eindruck außergewöhnlicher Tiefe.


Bei pcp ist die Zukunft gegenwärtig


Die Botschaft von pcp : "Es war nicht unsere Absicht, der Raumfahrt Konkurrenz zu machen, hofften jedoch durch das futuristische Design dem Betrachter das Gefühl zu vermitteln, auf einem anderen Stern zu sein. Wir haben wieder einmal einen Akzent gesetzt."


Fulda Showtruck, zum Vergrößern auf das Bild klicken Ausgefahrene Bühne, zum Vergrößern auf das Bild klicken Interieur, zum Vergrößern auf das Bild klicken